"Einige von uns haben den Verstand verloren, aber die meisten von uns haben ihren Körper verloren. "

Ken Wilbert

Methoden der KörperPsychotherapie und Traumatherapie in meiner Praxis

Biodynamik

Biodynamische Psychotherapie ist eine von Gerda Boyesen entwickelte Form der Körperarbeit, die die physiologischen Veränderungen, die während emotionaler Prozesse im menschlichen Körper stattfinden, berücksichtigt. 

Physiologisch gesehen ist jeder emotionale Ausdruck auch eine muskuläre und hormonelle Antwort des Körpers auf einen äußeren Reiz. Wenn wir Emotionen (Angst, Wut, Freude, Liebe) nicht ausdrücken, werden auch unsere physiologischen Reaktionen blockiert. Muskuläre Spannung und Stressstoffe verbleiben im Körper und führen dort, wenn sie chronisch werden, zu einem Muskel- und Gewebepanzer.



Gerda Boyesen entdeckte den Darm als wichtiges Bindeglied zwischen Psyche und Physis. Er ist der Ort der psychischen und physischen Konfliktverdauung.

Die peristaltischen Geräusche des Darmes ermöglichen ein direktes Feedback über die Wirksamkeit von Massagen und Körperarbeit.

Biodynamische Psychologie ist in ihrer originalen Form eine Behandlungsmethode, die mit speziellen Massagetechniken energetische Blockaden auflöst.

Ziel dieser Arbeit ist die Wiederherstellung der natürlichen Fähigkeit, mit Alltagsstress, Konflikten und Gefühlen adäquat umzugehen, ohne sie zu verdrängen.

Die Biodynamik ist verbunden mit einer therapeutischen Grundhaltung, die sanft, nährend und unterstützend ist und zum Ziel hat, den Prozess des Öffnens zu begleiten.

Traumatherapie
 Somatic Experiencing® SE

„Ein TraumaEreignis bleibt im Nervensystem gebunden. Durch einschneidende Ereignisse hat dieses seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurück zu finden."  Dr. Peter A. Levine

Die Verarbeitung von überwältigenden Erlebnissen, Schocktraumata wie Verkehrsunfällen, Stürzen, Operationen, schweren Krankheiten, von Missbrauch, Gewalt und Bedrohung, Verlust eines nahen Menschen, Naturkatastrophen, Krieg, Geburts- und Entwicklungstraumata u.a.m. erfordert bei nachfolgenden Hilfestellungen oder therapeutischen Maßnahmen eine besondere Sichtweise.

Somatic Experiencing bietet die Möglichkeit, mit solchen Erfahrungen besonders behutsam, dennoch in der Tiefe erfolgreich zu arbeiten.

 

Die meisten Therapiemethoden berücksichtigen in der Regel nicht in ausreichender Weise die während eines bedrohlichen Ereignisses ablaufenden Reaktionen in Körper und Nervensystem. Anders das von Peter Levine entwickelte Modell zur Überwindung und Integration traumatischer Ereignisse. Es beruht auf Verhaltensbeobachtungen in der Tierwelt. Der zugrunde liegende biologische Mechanismus geht auf das Jäger-Beute-Verhalten zurück,

einen ursprünglichen Reiz-Reaktions-Zyklus mit grundsätzlich drei Optionen:

Flucht-, Angriff- und Totstell-Reflex.

 

Tiere in freier Wildbahn sind zwar häufig lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt, werden jedoch nicht nachhaltig traumatisiert, da sie über angeborene Mechanismen verfügen, die es ihnen ermöglichen, die hohe, im Überlebenskampf mobilisierte Stress-Energie wieder abzubauen. Zwar sind wir Menschen mit grundlegend gleichen Regulationsmechanismen ausgestattet, doch wird die Funktionsfähigkeit dieser instinktgeleiteten Systeme häufig durch den „rationalen“ Teil unseres Gehirns gehemmt und außer Kraft gesetzt.

 

Dies kann bei uns Menschen dazu führen, dass die vom Körper im Alarmzustand bereit gestellte Überlebensenergie vom Nervensystem nur unvollständig oder verzögert aufgelöst wird. Der Organismus reagiert in der Folge weiterhin auf die Bedrohung der Vergangenheit.

In diesem Falle sind die in der Gegenwart zu beobachtenden Reaktionsweisen, Verhaltensmuster, Überzeugungen, Gedanken und Gefühle der Person oft noch mit den erschreckenden Erfahrungen der Vergangenheit gekoppelt.

 

Für die Betroffenen entstehen oft verwirrende und auch beängstigende psychische und somatische Symptome. Diese zeigen sich, eventuell erst Jahre später, als Übererregbarkeit, Überaktivität, jähzornige Wutausbrüche, Ängste, Panik, Depressionen, Gefühle von Entfremdung, Konzentrationsstörungen, Dissoziation, Bindungsunfähigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, chronische Schmerzen, Migräne, Nacken- und Rückenprobleme, Probleme mit dem Immunsystem oder dem Endokrinum, Burnout.

 

Trauma entsteht, wenn bei Überreizung des Nervensystems der ursprünglich natürliche Zyklus von Orientierung, Flucht, Kampf und Immobilitäts-Reaktion nicht vollständig durchlaufen werden kann oder gar nicht erst zustande kommt.
Bei der Aufarbeitung der Folgen von Schock und Trauma muss deshalb die körperliche Reaktion auf das verursachende Ereignis als eigenes Phänomen verstanden und berücksichtigt werden.
Gelingt es dem Menschen die biologischen Prozesse schrittweise und langsam zu vervollständigen, so kann die Person wieder Zugang finden zu ihren angeborenen, lebenswichtigen Reaktionsmöglichkeiten wie Orientierung, Flucht, Kampf, Verteidigung, und so ihre volle Lebensenergie zurückgewinnen, die zum Zeitpunkt der Überwältigung nicht zur Verfügung stand, bzw. eingefroren ist.

Mit SE wird das traumatische Ereignis körperlich und geistig „neuverhandelt“.

Dabei ist nicht das Ereignis selbst entscheidend, sondern die Reaktionsweise des Nervensystems, d.h. wie die physiologischen Regulationskräfte des Nervensystems mit der Bedrohung fertig geworden sind.

Mit SE ist es möglich, ohne Inhalt oder Erinnerung zu arbeiten, wenn das Ereignis emotional zu belastend erscheint. Eine mögliche Re-Traumatisierung bei der Aufarbeitung wird vermieden, indem die „eingefrorene“ Energie in kleinen Dosen „aufgetaut“ wird und schrittweise zur Entladung kommt.

Durch das Aufspüren und Wiederbeleben dieser biologischen, körperlichen Abwehrkräfte, entsteht aus dem traumabedingten Gefühl von Lähmung und Erstarrung ein Gefühl von Lebendigkeit und eine Eröffnung von neuen Möglichkeiten und Lebensfreude. Die tief verankerten Nachwirkungen von Trauma können sich schonend auflösen.

(Textauszug : © Somatic Experiencing Deutschland e.V)

Bioenergetik

Bioenergetik- entwickelt von Alexander Lowen-  ist ein Weg als auch eine Therapieform.  

Sie hilft,  die Persönlichkeit eines Menschen über seinen Körper und seine energetische Prozesse zu verstehen. Wie viel Energie uns zur Verfügung steht, bestimmt die Art, wie wir auf Lebenssituationen reagieren- dieses ist verbunden mit "Haltung" und daraus resultiert Haltung.

Bioenergetik arbeitet mit Massagen, sanften Berührungen,  als auch mit Körperübungen.

Diese Übungen wirken sich bei regelmäßiger Anwendung positiv auf die Energie und die Stimmung des Menschen aus. Bioenergetik ist der Weg zu einer  lebendigen Gesundheit.

(Literatur: Alexander Lowen, Bioenergetik, rororo Vlg.)

 

Gestalttherapie
 & Aufstellungen

Gestalttherapie: Leben im Hier und Jetzt

Zentrale Elemente der von Fritz und Laura Perls, R.F. Hefferline, P. Goodman entwickelten Gestalttherapie sind Gegenwärtigkeit, Kontakt, Bewusstheit und die Beziehung zwischen Vordergründigem und Hintergrund.

Der Gestaltansatz geht davon aus, dass alles, auch die Vorgänge des Erinnerns und der Zukunftsplanung, gegenwärtige Tätigkeiten sind, obwohl sie sich auf Vergangenheit und Zukunft beziehen. Damit ist alles, was wir jetzt erleben, auch veränderbar - radikale Selbstverantwortung für unser jetziges Erleben ist damit die logische Folge.

Kontakt (mit mir, meinen Gefühlen oder anderen Personen) bewirkt Veränderung.

Der Therapeut unterstützt durch seine eigene Kontaktbereitschaft diesen Prozess, indem er den Klienten in seiner erlernten Tendenz, den Kontakt zu vermeiden, liebevoll frustriert und Bewusstheit dafür weckt, mit welchen motorischen und mentalen Strategien Kontakt und Veränderung vermieden werden.

Indem wir Gegenwärtigkeit und Kontakt (Ich und Du im Hier und Jetzt) mit der Körperarbeit verbinden, gehen wir über ein "Behandlungskonzept" hinaus und betonen die offene Beziehung zwischen Praktizierendem und Klient, in der Wachstum und Veränderung für beide möglich ist.

(Literatur: Polster & Polster, Gestalttherapie, Fischer Vlg.)

 

 

Systemische Aufstellungen: Familien- & Symptomaufstellungen

Aufstellungen haben ihren Ursprung im familientherapeutischen Bereich. Dort werden sie eingesetzt um systemische Verstrickungen oder Konflikt sichtbar zu machen und zu entkoppeln bzw. aufzulösen. Damit kann Klärung stattfinden und sich das System beruhigen.

 

Symptomaufstellungen bieten eine weitere Möglichkeit, sich körperlichen und seelischen Phänomenen zu nähern. Diese können rasch identifiziert und geklärt werden, woraus sich Lösungswege entwickeln und neues Wohlbefinden eingeladen wird. 

Im Rahmen von Einzelsitzungen nimmt der Klient selbst die einzelnen Positionen seines Anliegens ein.